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Unser Stammtisch findet jeden 2. Montag im Monat statt.

Der diesjährige Kulturtripp der Freien Wähler führte in die Landkreise Starnberg und Bad Tölz.

Spruch der Woche:

Die Weise, wie man gibt, gilt mehr, als was man gibt.

Pierre Corneille

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60 Jahre FWG

Bericht Münchner Merkur - von Ruth Gemeinhardt

Germering – „Rathauspolitik machen, aber ohne Parteibuch“ – mit diesem Ziel wurden nach dem Zweiten Weltkrieg freie und unabhängige Gruppierungen gegründet. Die Freien Wähler in Germering gibt es nachweisbar seit 1951 und das 60-jährige Jubiläum wurde am Sonntag im Hotel Mayer gefeiert.

„14 Landräte, 600 Bürgermeister und 40 Prozent der kommunalen Mandate zeigen, dass bürgerliche Mitwirkung angenommen und geschätzt wird“, sagte Kreisvorsitzender und stellvertretender Bezirksvorsitzender, Michael Leonbacher und sieht in den Freien Wählern eine Alternative zu den Parteien.

Eine Alternative wollten sie schon zu Gründungszeiten sein. Schnell kamen zum Vereinsnamen „Wählergemeinschaft Germering“ die Attribute „unabhängig“ und „frei“ hinzu. „1952 zahlten die Freien Wähler in der Kommunalwahl noch 57,50 Mark für 500 Prospekte und hundert Plakatstreifen“, erzählte Ehrenmitglied Helmut Riedl. 1960 stellten die Freien Wähler dann mit Josef Kistler den Bürgermeister.

Mit der Zusammenlegung der Gemeinden 1978 begann keine leichte Zeit für die parteilosen Gruppierungen. Viel Anhänger kamen aus dem Altdorf und den örtlichen Vereinen und die Zusammenlegung sei alles andere als erwünscht gewesen, so Vorsitzende Maria Hausmann-Hacker. So sei zum Beispiel der erste Fördeverein „Alte Dorfkirche St. Martin“ aus einer Initiative der Freien Wähler entstanden. Viele andere Vereine wie der SV Germering, die Sportfischer oder der Trachtenverein Rübezahl hatten Gründungsmitglieder aus der Freien Wählergemeinschaft. Der Name Fritz Sutor senior, von Kistler einmal als „Vater der FWG“ bezeichnet, ist auch mit der Jesus-Christus-Kirche und der Volkshochschule verbunden. Mit der Vergrößerung des Gemeinderates kam es zur Listengemeinschaft mit der Unabhängigen Bürgergemeinschaft Unterpfaffenhofen (UBG).

Mit der dritten freien Gruppe, der nicht mehr existierenden  Bürgervereinigung Unterpfaffenhofen-Germering (BVUG), gab es nur einmal, nämlich im Jahr 1996 einen gemeinsamen Wahlvorschlag. Erst 1981 wurden die Freien Wähler als gemeinnütziger Verein registriert.  Fritz Sutor, Josef Kistler, Remigius Sammer, Helmut Riedel, Konrad Sutor und Josef Huber waren alle Vorsitzende.

 

 

 

Huber, der  2010 vom Innenministerium für langjähriges Wirken in der Kommunalen Selbstverwaltung ausgezeichnet wurde, bekam am Sonntag auch die Ehrenmitgliedschaft überreicht. „Damit habe ich jetzt nicht gerechnet", sagte Huber erfreut und versprach auch weiterhin „der Mannschaft" erhalten zu bleiben.